Archive for Dezember, 2012

Information zur Studierendenbefragung

Montag, Dezember 17th, 2012

Ihr habt bestimmt schon von der Studierendenbefragung (Beworben mit „In 25 Minuten die Welt retten“) mitbekommen.

Zunächst: Wir rufen hiermit NICHT dazu auf, den Fragebogen auszufüllen, da wir die Methode für den Zweck („Verbesserung von Studienbedingungen“) denkbar ungeeignet finden (unsere Kritik hierbei ist ähnlich der, die wir an der Lehrevaluation üben), sondern wollen nur über unsere Bedenken informieren.

Wir wurden in den Prozess der Fragebogenentwicklung zwar miteinbezogen. Allerdings stand uns nicht die Option offen, den Fragebogen als Ganzes abzulehnen, was wir (leider vor allem nach Beratungen im Nachhinein) gerne getan hätten. Somit haben wir nur die Möglichkeit gehabt, ergänzende Fragen zu empfehlen (ohne Garantie, dass diese aufgenommen werden).

Wenn ihr euch entscheidet die Befragung noch zu absolvieren (läuft noch bis zum Ende des Jahres), bedenkt bitte Folgendes: Welches Bild von Student_innen liegt dem Fragebogen zu Grunde („Konsumierender Kunde“ oder „aktives und wesentliches Mitglied der Hochschule“ oder was dazwischen)? Der Fragebogen wurde von Marketing-Expert_innen entworfen. Was heißt das für die Fragen und vor allem deren Auswertung? Inwieweit kann der Fragebogen dabei helfen, die so nötigen Gelder zur Finanzierung der Hochschulen und damit zur Verbesserung der Studienbedingung zu akquirieren? Oder werden mit der Art der Ergebnisse nicht eher technokratische „Verbesserungen“ (z.B. „Optimierung“ von LSF mit Smartphone-App-Funktion statt mehr Seminare und Lehrende) nahegelegt?
Nutzt die Möglichkeit Fragen auszulassen und die freien Felder zu verwenden. Wer den Fragebogen mit kritischem Blick bearbeitet, wird schnell merken, dass man weder in 25 Minuten den Fragebogen ausfüllen, noch die Welt retten kann.

Die Fachschaft Erziehungswissenschaften plant derzeit eine Veranstaltung mit Expert_innen zur kritischen Nachbetrachtung der Fragebogenkonzeption bzw. -bewerbung. Genaueres hierzu erfahrt im kommenden Jahr.

Öffnungszeiten der Bibliothek beim Umzug

Montag, Dezember 17th, 2012

Wir haben ja an anderer Stelle schon über den Umzug berichtet und dabei erwähnt, dass die Bibliothek über einen langen Zeitraum geschlossen bleiben wird. Die BGE bzw. BSP informiert derzeit über die genauen Schließ- und Wiedereröffnungszeiten via Handzettel, die in der Bibliothek liegen. Da sie dort nicht jede_r von euch sehen wird, wollten wir sie euch kurz mitteilen:

Die Bibliotheken schließen an folgenden Tagen:

Abt. Gesellschaftswissenschaften – ab dem 25.02.2013

Abt. Erziehungswissenschaften – ab dem 07.03.2013

Abt. Didaktisches Zentrum – ab dem 15.03.2013

Abt. Arbeitslehre & ZENAF – ab dem 11.02.2013

Die Bibliothek öffnet im neuen Gebäude als „Bibliothek Sozialwissenschaften und Psychologie“ am 02.04.2013.

Stellungname des TuCa zum Umzug

Donnerstag, Dezember 13th, 2012

Das TuCa hat eine Stellungnahme zum Umzug verfasst, die wir euch nicht vorenthalten wollten.

Seit wenigen Tagen besitzt das TurmCafé nun auch einen eigenen Webauftritt. Wer will, findet dort auch den Link zu deren Facebook-Seite.

Mit dem Umzug auf den I.G. Farben-Campus im März 2013 sind viele Projekte welche im Turm ihren Raum gefunden haben, in ihrer Existenz bedroht. Dies betrifft neben dem Frauencafé und dem Eltern-Kind Raum auch das TuCa [im Exil].

Das TuCa [im Exil] ist ein selbstverwaltetes Café im 5. Stock, das zunächst 1988 im von Studierenden besetzten Erdgeschoss gegründet wurde. Sein Exil fand es nach der Räumung 2002 im Raum der Fachschaft 04. Das TuCa ist ein unkommerzielles Café, mit für jede_n erschwinglichen Preisen. Mit seinen Erlösen unterstützt es verschiedene politische Projekte, sowie von Repression betroffene Einzelpersonen. Zudem soll es hier auch möglich sein, vom Unialltag abzuschalten. Es versucht einen Raum für Menschen zu schaffen, welcher nicht von Diskriminierung gekennzeichnet ist.

Auf dem I.G. Farben-Campus wird dem TuCa jedoch kein Platz zur Verfügung gestellt um einen alternativen, unkommerziellen Cafébetrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Im Kontrast dazu ist es für private Unternehmen (das „Sturm und Drang“ im Hörsaalzentrum) möglich, Raum auf dem Unigelände zu nutzen. Dieser Raum könnte ansonsten studentischen Initiativen zur Verfügung gestellt werden. Das dies vom Präsidium nicht gewollt ist, zeigt sich an der konsequenten Missachtung studentischer Bedürfnisse und fehlender Kooperationsbereitschaft – sei es mit dem TuCa, den Fachschaften oder dem Institut für vergleichende Irrelevanz.

Und so droht ein Projekt, dass sich in mehr als 20 Jahren durch autonome Selbstbestimmung etabliert hat, mit dem Umzug zu Ende zu gehen.

WIR IM TUCA GEBEN UNS MIT DIESER ENTWICKLUNG NICHT ZUFRIEDEN!

Wir fordern das Präsidium auf, Studierende nicht nur als Leistungsempfänger_innen zu behandeln, sondern als Akteur_innen an der Uni ernstzunehmen und ihr politisches und gesellschaftliches Engagement zu unterstützen.

Wir fordern alle Studierende auf, sich gegen diese Politik zu wehren! Freiräume müssen erkämpft werden!

Für ein Tuca [im Exil]² auf dem I.G. Farben-Campus!