Animating Sexuality. Potenziale von Trickfilmproduktionen für die sexualpädagogische Praxis

Im Rahmen des Autonomen Tutoriums wollen wir uns auf theoretischer und praktischer Ebene mit den Potenzialen von Trickfilmproduktionen für die sexualpädagogische Praxis auseinandersetzen. Dafür sollen in einer ersten Annäherung Animationsfilme (z.B. künstlerische Arbeiten oder Erklärvideos), die sich mit dem Themenkomplex Sexualität auseinandersetzen gesichtet und analysiert werden. In Anschluss an die Analyse werden wir uns mit den unterschiedlichen Animationsmöglichkeiten (z.B. Zeichentrickfilm und Stop-Motion-Animation) auseinandersetzen und individuell oder in Kleingruppen eigene Ideen für Trickfilme entwickeln, die im Rahmen des Tutoriums produziert werden. Durch den Produktionsprozess wird im Sinn eines „pädagogischen Doppeldeckers“ (vgl. Geißler 1985) ermöglicht sowohl die Rolle als Teilnehmende als auch die Umsetzung in der pädagogischen Praxis zu reflektieren. Die Möglichkeiten und Potenziale aber auch Hürden bei der Umsetzung mit unterschiedlichen Zielgruppen sollen sowohl während des Produktionsprozesses als auch in einer Abschlussdiskussion diskutiert werden. Nach Möglichkeit und Wunsch der Teilnehmenden wird das Autonome Tutorium als Blockseminar durchgeführt, um eine vertiefte Auseinandersetzung und einen ununterbrochenen Animationsprozess zu ermöglichen.

Beginn: Vorbesprechung Montag, der 31.10.22, 18 Uhr s.t. (online), der Link wird per Mail an Interessierte verschickt
Blockveranstaltung nach Absprache mit Teilnehmenden
Format (online/präsenz): Format nach Absprache mit Teilnehmenden
Raum: TBA
Kontakt: Nathalie Emmer – n.emmer@stud.uni-frankfurt.de (Fachbereich 04, Erziehungswissenschaft B.A.; Fachbereich 09, Kunst – Medien – Kulturelle Bildung M.A.)

Literatur:

Baumann, M. (2014). Animated Teaching. Auseinandersetzung mit dem „Wir“ durch praktische Trickfilmproduktionen. In O. Mentz, R. Herold. (Hrsg.), Gibt es ein Wir? Reflexionen zu einer europäischen Identität (S. 103-124). LIT.

Feyersinger, E. (2017). Visuelle Abstraktion in narrativen Filmen und Serien, wissenschaftlichen Visualisierungen und experimenteller Animation. In F. Bruckner et al. (Hrsg.), In Bewegung setzen … Beiträge zur deutschsprachigen Animations-forschung (S. 169-188). Springer VS.

Furniss, M. (2007). Art in Motion. Animation Aesthetics (Revised Edition). John Libbey Publishing.


Geißler, K. A. (1985). Lernen in Seminargruppen. In Fernstudium Erziehungswissenschaft. Pädagogisch￾Psychologische Grundlagen für das Lernen in Gruppen. Studienbrief 3. Deutsches Institut für Fernstudien an der Universität Thübingen.

Mukherjee, D. (2020). Animated Documentary as a Social Tool. In Animation Studies. The peer￾reviewed Open Access Online Journal for Animation History and Theory, 15, S. 1-27, https://journal.animationstudies.org/debjani-mukherjee-animated-documentary-as-a-social-tool/

Müller-Hansen, I. (2015). Filme als ästhetische Ausdrucksmittel Jugendlicher und Ansatzpunkt für pädagogische Prozesse. In J. Lauffer & R. Röllecke (Hrsg.), Bewegte Bilder – Bewegende Pädagogik. Visuelle Medienkulturen in der Jugendmedienarbeit (S. 59-65). kopaed.

Pilling, J. (2012). Animating the unconscious. Desire, Sexuality and Animation. Wallflower Press. Reinerth, M. S. (2013). Animationsfilm. In M. Kuhn et al. (Hrsg.), Filmwissenschaftliche Genreanalyse. Eine Einführung (S. 319-337). De Gruyter.

Saint-Pierre, M.-J. (2020). Quebec Animation Cinema and Women‘s Agentivita. An exploration of sexuality and desire through the works of three animators produced at the National Film Board of Canada. In Animation Studies. The peer-reviewed Open Access Online Journal for Animation History and Theory, 15, S. 1-23, https://journal.animationstudies.org/marie-josee-saint-pierre-quebec-animation￾cinema-and-womens-agentivity-an-exploration-of-sexuality-and-desire-through-the-works-of-three￾animators-produced-at-the-national-film-board-of-ca