Die Möglichkeiten Antisemitismuskritischer Bildungsarbeit

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und ihrer verschwörungstheoretischen und neonazistischen Leugner*innen zeigt sich die Offenheit eines breiten Teils der deutschen Bevölkerung gegenüber antisemitischen Narrativen und Ressentiments. Dass antisemitische Bilder und Ideen gerade in schwer nachvollziehbaren Krisensituationen als Erklärungsstrategien für diese herangezogen werden und häufig auch von Gewaltausbrüchen gegenüber Jüdinnen und Juden, sowie als Juden identifizierten Personen begleitet werden, sollte die Dringlichkeit betonen, antisemitismuskritische Bildungsarbeit zu fördern und bestenfalls dauerhaft in der pädagogischen Ausbildung zu implementieren.

Im Tutorium möchten wir uns über die Notwendigkeit und Gestaltung solcher Bildungsarbeit austauschen. Zuvorderst wird es darum gehen, auf theoretischer Ebene die Schwierigkeiten eines auf Vollständigkeit angelegten Begriffs des Antisemitismus zu erarbeiten, um diese Schwierigkeiten anschließend mit Blick auf die Möglichkeiten bildungspolitischer Vermittlung zu diskutieren.

Dabei möchten wir den Teilnehmer*innen einen Raum bieten, sowohl ihre Interessen als auch ihre Expertise in das Seminar einzubringen.

Das Ziel des Tutoriums ist, die Grenzen aktueller Bildungspolitik in Bezug auf die Erziehung mündiger Subjekte, die zu Widerspruch und Widerstand gegenüber Antisemitismus und Rassismus fähig sind, herauszuarbeiten und im besten Fall Ansätze und Wege zu finden diese zu überschreiten.

Gerne würden wir das Tutorium unter Einhaltung eines Hygiene-Konzepts in Präsenz stattfinden lassen, teilt uns doch gerne bei der Anmeldung mit, ob das für euch in Ordnung ist. Den Raum oder (falls dies nicht möglich sein wird) den Zoom-Link erhaltet ihr nach Anmeldung per Mail an dihg.uniffm@gmail.com

Kontakt: Luise & Ronja unter: dihg.uniffm@gmail.com

Startdatum: in der zweiten Novemberhälfte

Termin und Ort: Nach Absprache (Voranmeldung per Mail)