Hochschulpolitik

Fachschaftsrat

Ungangssprachlich “Fachschaft”, das ist allerdings in Wirklichkeit die Gesamtheit aller Studierenden eines Fachbereichs. Der Fachschaftsrat ist Eure Vertretung im Fachbereich und gegenüber den Profs, Lehrenden,  anderen Gremien und der Uni. Man könnte sagen, Fachschaft sind wir alle und Fachschaftsrat sind alle aktiven (evtl. gewählten) Mitglieder der Fachschaft. Aktiv bedeutet, dass wir uns untereinander und mit anderen hochschulpolitischen Instanzen beraten. Ihr könnt jederzeit auf uns zukommen, wenn Ihr Fragen oder Probleme habt. Wir können weiterhelfen oder Euch sagen, wer zuständig ist. Ihr könnt uns auch Vorschläge und Anregungen zukommen lassen.  Noch besser, Ihr kommt einfach mal unverbindlich zu einem unserer Treffen und macht mit.

AStA

Der “Allgemeine Studierendenausschuss” ist die allgemeine Vertretung aller Studierenden an der Goethe-Uni. Vorstand ist die hochschulpolitische Partei, die von allen Studierenden die Stimmenmehrheit bekommen hat (Wahl immer Anfang des Jahres). Der AStA sitzt dem Studierendenparlament vor und kümmert sich um die Aushandlung der Goethe-Card, die Planung des neuen Studierendenhauses, Veranstaltungen, Aktionen, etc.
Er ist das Sprachrohr der Studierendenschaft der Goethe-Uni und ist in diesem Auftrag auch öffentlichkeitswirksam aktiv.

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Gremien

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Strategie und Struktur (StrauS)

Ehemaliges Gremiun – jetzt Teil von “Haushalt”.
Es geht viel um Zukunftsmusik. Es wird besprochen, wie man mit dem Präsidium umgehen soll, ob man sich an Aktionen beteiligt, welche Ausrichtung die neue Professur haben soll. Die Dekanin führt den Vorsitz.

Forschung und Nachwuchs (FuN)

Abschlussarbeiten, Forschungsvorhaben, Stipendien. Interessant für alle, von Bachelorstudierenden bis Habilitierenden.

Haushalt (Haus)

Wie wird das Geld an unserem Fachbereich verteilt? Wie viel steht uns überhaupt für was zur Verfügung? Wie sieht das in Zukunft aus? Man sieht viele Tabellen und erfährt einiges darüber, aus welchen verschiedenen Töpfen bestimmte Stellen finanziert werden können.
Strategie & Struktur wurde mit dem Haushaltsausschuss zusammengelegt und jetzt ist es ein recht entspanntes Gremium, das hauptsächlich dazu da ist, Zahlen herumzuschieben und aktuelle Berichte aus den Strategiegesprächen mit dem Präsidium zu hören und zu besprechen. Frau Diehm als Dekanin führt die (sonst wollen die irgendwie niemanden von uns ernst nehmen, Sauerei) und seit gefühlt zwei Jahren ziehen sie sich hin, weil das Präsidium nicht so recht weiß, wie es mit unseren Bedarfen umgehen, bzw. sie möglichst höflich ablehnen soll. Mittlerweile und nach mehreren Zusatzrunden ist das Ringen um eine Strategievereinbarung endlich vorbei und jetzt wissen wir irgendwie nicht, was wir davon halten sollen. Irgendwo auf dem Weg haben wir den Faden verloren und jetzt wissen wir nicht mehr, worum es geht. Aber wenigstens wissen wir, dass irgendein Anwohner dagegen geklagt hat, dass im Westend das neue Studierendenhaus gebaut wird (ein Ausschussmitglied hatte das in der Zeitung gelesen)- also hassen wir jetzt unsere Nachbarn. Cheers!

Lehre und Studium (LuSt)

Hier geht’s um Inhalte. Was wird gelehrt, was soll angeboten werden, gibt es Hier wird festgelegt, was an unserem Fachbereich gelehrt wird- zwei, drei Semester im Voraus. Dabei geht es nicht nur darum, welche Lehrveranstaltungen im Einzelnen abgedeckt werden, sondern auch darum, ob alle Module ausreichend abgedeckt sind, in welche Richtungen der Fachbereich sich entwickelt und die Abgabe von Hausarbeiten. Außerdem ist das Prüfungsamt überlastet, die Seminarevaluationen machen Probleme und WIR WOLLEN DIE STAATLICHE ANERKENNUNG!!! Dafür müsste aber viel mehr Sozialpädagogik gelehrt werden und es ginge nicht direkt für alle- also hätte das bösen Konkurrenzdruck unter Studierenden zur Folge und das wollen wir auch nicht. 

QualitätsSicherung der Lehre (QSL)

Ursprünglich sollten Studiengebühren eingeführt werden, die auf Grund starker Proteste wieder abgeschafft wurden, bevor sie wirksam werden konnten. Das Argument für die Studiengebühren war, dass die Qualität der Lehre ohne dieses Geld nicht sichergestellt werden könnte. Also schickt das Land Hessen jetzt Geld direkt an die Fachbereiche, um diesen Bedarf zu decken und zu gewährleisten, dass die freie Lehre nicht den Bach runtergeht. Und weil wir als Studis wohl am besten beurteilen können, wie gut  die Lehre an unserem Fachbereich ist, haben wir in diesem Gremium die Stimmmehrheit. Das ist auch das einzige Gremium, in dem das so ist. Jede Stimme zählt! Leider bedeutet ein Gremium, das Geld verwaltet, jede Menge Tabellen, jede Menge Anträge und jede Menge Kauderwelsch, den man erst mit der Zeit zu verstehen lernt. Eine W2- Stelle und W3- Stelle sind zum Beispiel verschiedene Gehaltsklassen. Man kommt also da hin und versteht erstmal nur Bahnhof. Aber das ist normal so und völlig okay. Außerdem erfährt man hier, von welchem Geld manche Lehrende bezahlt werden, was sehr kompliziert und sehr verwirrend werden kann. Fast sämtliche Stellen zu Methodenlehre werden aus diesem Topf bezahlt! Und das ist ein Riesenproblem, denn:Diese Mittel werden vom Land nicht für immer gezahlt, sondern nur bis Ende 2020. Sie waren gedacht als temporäre Lösung und mittlerweile wird erwartet, dass wir Antworten gefunden haben. Aber warum benehmen wir uns dann alle wie aufgescheuchte Hühner? Weil wir entweder alle wieder Studiengebühren zahlen müssten, weiter Geld vom Land gezahlt kriegen müssten oder wie bei einigen anderen Töpfen auch von Spenden abhängig wären. Stuidengebühren wollen wir nicht, externe Geldgeber haben meistens Bedingungen daran, wie das Geld umzusetzen ist, und das Land will das QSL- Budget jetzt einfach “In den Grundstock der Uni aufnehmen”. Das heißt, es wird nicht weiter an die Fachbereiche gezahlt, sondern an das Präsidium. Und sobald das seine Klauen da dran bekommt, wird es das Geld wahrscheinlich lieber für prestigeträchtige Forschung ausgeben als für Lehre. Deshalb, gute Nacht, alle miteinander!

Fachbereichsrat (FBR)

Vergleichbar mit dem Bundesrat, halt auf Fachbereichsebene. Viele Leute, viel zu sagen, hier werden die anderen Gremien gebildet und beauftragt, hier legen sie die Beschlüsse vor, die sie im kleinen Kreis gefasst haben. Große Entscheidungen zu (fast) egal welchem Thema müssen vom FBR abgesegnet werden. Der FBR ist somit das wichtigste Gremium des Fachbereichs. Die Sitzungen sind öffentlich, jeder kann hinkommen, und es wird viel diskutiert. 
Im FBR ist irgendwie immer was los. Es ist das größte Gremium des Fachbereichs und die Anwesenden bemühen sich sehr, nicht durcheinander zu reden. Da das mit so vielen Leuten aber schwierig ist, ist es hier umso wichtiger, dass alle auf die Moderation hören und nur dann laut reden, wenn sie dazu aufgefordert werden. Natürlich flüstern alle miteinander und bei einem aufgeladenen Thema klingt dieses Gremium wie ein Bienenstock. Ein sehr gebildeter zwar, aber dennoch..

BK (Berufungskommission)

Lust mal bei einem Bewerbungsverfahren auf der anderen Seite zu stehen? In einer BK entscheiden studentische Mitglieder mit, wer als neue*r Prof*in eingestellt wird. Das ist alles top secret, schließlich bekommen wir sämtliche Bewerbungsunterlagen und müssen gemeinsam mit den anderen Kommissionsmitgliedern entscheiden, wer in die nächste Runde kommt und zum Vorstellungsgespräch, ähm, den Hearings eingeladen wird. Die sind hochschulöffentlich und die Kandidat*innen bereiten einen kurzen Vortrag vor. Anschließend stehen die Bewerber*innen der Kommission Frage und Antwort – sowohl zur Bewerbung, als auch zu ihrem Vortrag. Danach heißt es wieder gemeinsam beratschlagen, welche Kanidat*innen in Frage kommen und eine Rangliste aufstellen. Und es kommt durchaus vor, dass unsere Meinung bitter nötig ist. Meistens fokussiert sich die Kommission auf die Forschungsschwerpunkte, die veröffentlichten Schriften und das Geld, das die Kandidat*innen für ihre Forschungsvorhaben einwerben konnten. Ihre Lehrevaluationen gehen dabei manchmal irgendwie  unter und dann müssen wir als Studis natürlich dafür einstehen, das wir jemanden einstellen, der*die auch ordentliche Veranstaltungen halten kann. Nebenbei ist eine BK auch ein guter Ort, um die eigenen Lehrenden besser kennenzulernen. Man erfährt ein bisschen was über ihre Prioritäten, worauf sie Wert legen und für welche Themen sie sich begeistern können. Ich meine, wenn sie zu Erwachsenenbildung forschen, werden sie wohl kaum in einer BK zum Thema Frühkindliche Entwicklung mit drin sitzen. Eine gute Gelegenheit, um nach Betreuer*innen für Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten zu suchen!

Fachschaftenkonferenz (FSK)

Das einzige Gremium, in dem es Bier zu trinken gibt! Hier sind nur Studis, also ist der Ton etwas lockerer und die Prioritäten werden anders gesetzt. Da die Besetzung aber auch öfter durchwechselt, wissen wir dort mit am wenigsten, wie der Hase läuft. Das muss immer wieder neu ausgehandelt werden. Das ist mit einer der Gründe, wieso es sich so zieht. Rein theoretisch sind diese Sitzungen öffentlich, aber irgendwie weiß außerhalb der Fachschaften niemand davon. Schade eigentlich, man hat dort eigentlich immer seinen Spaß.
Die Fachschaften (theoretisch) jedes Studienganges entsenden Vertreter_innen, die sich treffen und Dinge besprechen, die alle von ihnen etwas angehen. Sie tauschen sich aus, networken und stellen Projekte auf die Beine, die sich sehen lassen können. Außerdem bekommen sie vom AStA Geld zur Verfügung gestellt, um die Fachschaftsarbeit zu unterstützen, und entscheiden gemeinsam darüber. Die Töpfe, die die FSK verwaltet umfassen Projekt-, Reisekosten- und Anschaffungsmittel. Die Verwaltung dieser Mittel kann sich schonmal sehr in die Länge ziehen, macht aber auch den Charme aus und Vertreter_innen werden oft Fans dieses Gremiums und kommen gerne wieder.
2 entsendete Vertreter_innen jedes Fachbereichs vertreten so als Gremium aller gewählten Fachschaften die gesamte Studierendenschaft und schreiben mit diesem Einfluss Resolutionen an z.B. das Präsidium, den Hessischen Landtag, das Kultusministerium oder wenn nötig an die Presse.

Fachschaftenpräsidiumsrunde

Quasi die Besetzung der FSK, plus Vertreter_innen des Präsidiums. Hier werden keine Resolutionen geschrieben und auch keine Gelder verwaltet, es geht hier mehr um einen Austausch mit dem verwaltenden Organ der Uni, bei dem in schöner Regelmäßigkeit die Meinungen so stark auseinander gehen, dass ein Konsens erst langwierig er- diskutiert werden muss. Wenn sich dann aber mal alle einig sind, kann in diesem Gremium so einiges losgetreten werden- hypothetisch.
Selbstverständlich war Corona zuletzt auf der Tagesordnung. Der Austausch ist dort meistens sehr konstruktiv und man will schnell zum Punkt kommen, um noch die vielen anderen Punkte ansprechen zu können, die noch wichtig sind. In Verhandlung mit dem Vize der Uni gibt es meistens nicht so viel zu lachen, aber dafür nimmt man viel mit.

Nutzerrat Bib

Die Bibliothek (Zentralbibliothek in Bockenheim) führt manchmal mehrfach im Semester Treffen durch, um Studierende und Bibliotheksleitung auf den gleichen Stand zu bringen. Probleme werden hier erörtert und Lösungen gesucht.

Leitung

Die vorbereitende Sitzung des Dekanats, um die Tagesordnung des kommenden FBRs abzusegnen. Hier sitzen alle hohen Tiere des Fachbereichs und es wird über die Organisation des Fachbereichs, sowie die Themen des FBRs entschieden. Die Fachschaft ist anfänglich eingeladen, um teilzunehmen, sowie alle anderen Statusgruppen des Fachbereichs auch. Für uns die perfekte Gelegegenheit, um zu erzählen was bei uns gerade abläuft, wenn wir Fragen haben/ Probleme oder wir Geld beantragen wollen.
In einer kleinen, illustren Runde treffen sich hier wenige, ausgewählte Vertreter*innen aller Statusgruppen des Fachbereichs und planen den nächsten Fachbereichsrat. Dabei wird wenig diskutiert, denn es geht ja nur um die Tagesordnung in dem offiziellen, großen Gremium nächsten Dienstag. Allerdings heißt das, die Mitglieder dieser Runde erfahren als erstes, was so alles abgeht und legen schon mal die Weichen für die weiteren Entwcklungen im Fachbereich. Auch hier führt die Dekanin den Vorsitz.

EK (Evaluierungskommission)

Ähnlich wie bei der BK wird hier entschieden, ob Lehrende ihre Probezeit bestanden haben oder ein Zeitvertrag verlängert bzw. in eine Festanstellung umgewadelt wird. Im Prinzip ist es sowas wie eine Mini-BK. Auch hier unterliegt der Inhalt wieder dem Datenschutz. Die zu beurteilenden Personen reichen einen Bericht ein und ihr dürft natürlich nicht mit ihnen über den Stand der Dinge sprechen, könnt aber z. B. andere Studis, die bei der Person ein Seminar oder eine Vorlesung besucht haben um ihre Meinung bitten.Auch hier könnt ihr feststellen, worauf die einzelnen Kommissionsmitglieder Wert legen und dies beispielsweise bei der Bachelorarbeit berücksichtigen. So ist auch schon mal auf Wunsch eines lehrenden Kommissionsmitglieds eine Weile diskutiert worden, ob im abgegebenen Bericht an einer Stelle ein Komma hinkommt oder nicht! 

Prüfungsausschuss (PA)

Hier geht es um alle Belange, die mit der Prüfungsordnung und Verstößen dagegen zu tun haben. Schwerwiegende Plagiate werden hier bspw. besprochen und Dozierende erfragen hier Rat, wenn sie sich nicht sicher sind, wie sie mit Situationen umgehen sollen, wenn Studierende sich nicht an die Prüfungsordnung halten.

Promotion

Folgt noch.

Sitzungen der Institute

WE I – WE V (wissenschaftliche Einheiten) sind die 5 Institute des Fachbereichs. Jedes einzelne Institut hat eine formgebende Leitungssitzung, das sog. Direktorium. Zu diesen Sitzungen ist die Fachschaft ebenfalls stimmberechtigt eingeladen, aus chronischem Personalmangel schaffen wir es leider fast nie diese ebenfalls zu besuchen und meist werden wir max. von einzelnen Studierenden vertreten, die auch in diesen Instituten arbeiten.