Berufungskommissionen

Bevor wir erklären, was eine Berufungskommission genau ist, wollen wir aufklären, wieso wir dringend Unterstützung brauchen. Wir, der Fachschaftsrat 04, besteht nur aus wenigen Mitgliedern. Auch wenn wir uns Aufgaben und das Mitwirken in Gremien teilen, haben wir einen großen Zeitaufwand. Und das natürlich parallel zum Studium und ggf. auch noch beruflichen Verpflichtungen. Daher sind wir dankbar für jede unterstützende Teilnahme bei Berufungskommissionen. Denn wenn keine studentische Vertretung in der Berufungskommission sitzt, bedeutet das, dass nur die Lehrenden bestimmen, wer weiter an unserer Uni lehrt. Und das bedeutet weniger Teilhabe und Mitbestimmung!

Aber was ist denn nun eine Berufungskommission (BK)?

Eine BK kommt immer dann zustande, wenn ein_e neue_r Professor_in benötigt wird. Das kann der Fall sein, wenn eine neue Stelle im Fachbereich geschaffen wird (das kommt aber sehr selten vor). Meistens braucht der Fachbereich neue Professuren, weil die alte Besetzung die Uni verlässt.
Wenn eine Stelle neu ausgeschrieben wird, muss sie erst einmal durch den Fachbereich gehen und wenn die abgesegnet wird, kommen hoffentlich die Bewerbungen rein. Dann entsteht die Kommission. Sie besteht aus Dozent_innen, Vertreter_innen des Mittelbaus und aus uns, den studentischen Vertretern.

In der ersten Sitzung der BK muss jede_r Teilnehmer_in eine eigene Befangenheit bzgl. der eingegangenen Bewerbungen ausschließen, es wird ein Vorsitz gewählt und eine Vorauswahl der Bewerbungen wird getroffen. Das heißt lesen, lesen, lesen. Mitglied in einer BK zu sein ist schon mit Aufwand verbunden. Man muss zunächst die Bewerbungen lesen, dann die Texte, die die Bewerber_innen zur Verfügung stellen und natürlich muss man auch Zeit für die Sitzungen einplanen. Aber es lohnt sich. Man kann sehr viel von den Bewerber_innen lernen und profitiert sehr von den Sitzungen und Austausch-Diskussionen mit den Dozenten in den Sitzungen. Außerdem lernt man die Lehrenden von einer ganz anderen Seite kennen und ein Austausch ist super einfach. Abgesehen davon, freuen sich vor allem die Profs sehr über studentische Mitwirkung und das lassen sie einen spüren.

Weiter zum Ablauf: Wenn man alle Texte gelesen hat, tauscht man sich über das Profil der Bewerber_innen aus und diskutiert, welche am geeignetsten sind. Diese Auswahl wird dann zu Hearings eingeladen. Diese finden an ca. 1-2 Tagen statt und kosten meist den ganzen Uni-Tag (so ca. von 10-16/18 Uhr). Lange Zeit.

ABER: Es macht Spaß, es gibt Snacks und man lernt enorm viel von den Vorträgen der Bewerber_innen. Außerdem ist die Atmosphäre super! Und hey, wer kann schon von sich behaupten, mitverantwortlich zu sein, wer in der Uni lehren darf. Das heißt DU kannst mitbestimmen, was DU und deine Kommilitonen lernen könnt. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn man dann erfährt, dass die Person, die du selbst auch gewählt hast, erfolgreich berufen wird.